Podcast Nr. 1 – Mensch sein braucht Gemeinschaft

Shownotes

Was gibt Menschen Orientierung, wenn nicht Religion? Thomas Fehse spricht über humanistische Werte, Menschenwürde, Jugendfeiern und die Bedeutung von Gemeinschaft in einer modernen Gesellschaft. Ein persönliches Gespräch über Verantwortung, Selbstbestimmung und die Frage, wie Humanismus Menschen in allen Lebensphasen begleiten kann.

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00:00:04: Humanismus

00:00:04: to Go, der Podcast vom humanistischen Verband Deutschlands.

00:00:11: Liebe Zuhörende!

00:00:12: Schön dass ihr zu unserer ersten Podcastfolge eingeschaltet habt.

00:00:16: Mein Name ist Karina Berg.

00:00:18: ich bin Humanistin und freue mich euch heute begrüßen zu dürfen.

00:00:22: Zum Start dieser Reihe möchte ich gemeinsam mit meinem heutigen Gast Thomas Feese die Frage nachgehen was Humanismus eigentlich bedeutet nicht als Theorie sondern ganz praktisch im Leben von Menschen.

00:00:35: Wir sprechen über seinen persönlichen Weg zum Humanismus, über Gemeinschaft, Selbstbestimmung und Menschenwürde.

00:00:41: Über Jugendfeiern und darüber warum humanistische Werte auch heute noch Orientierung geben können.

00:00:47: Ich wünsche euch spannende Einblicke und viel Freude beim Zuhören.

00:00:51: Thomas erzähle doch mal du bist schon recht lange beim humanistischen Verband aktiv.

00:00:55: Wie bist Du denn zum Verband und zum Humanismus gekommen?

00:00:59: Äh zufällig.

00:01:01: Also das war jetzt kein Plan.

00:01:03: Ich wollte studieren.

00:01:05: Und dann bin ich gezogen nach Berlin, weil das nämlich die ersten waren, die mir einen Studienplatz angeboten haben.

00:01:11: So bin ich dann in Berlin gelandet und dann brauchte ich einen Job... also irgendeinen Fähnjob oder so.

00:01:15: Und da gab es Jugendreisen von den jungen Humanisten in Berlin.

00:01:18: Die sind damals nach Spanien gefahren und da waren noch zwei Plätze frei und da gab's dreieinfünfzig Euro.

00:01:24: Und nach jeder Geil fährste zweiboch mit Jugendlichen weg und kriegst noch Geld.

00:01:27: Da ich ja damals Kindheitspädagogik studiert habe, muss ich doch auch so.

00:01:31: die Zielgruppe passen einigermaßen?

00:01:33: plus minus zehn Jahre.

00:01:35: und so bin ich dann da gelandet.

00:01:37: Und dann war ich da unterwegs, habe eine Jugendreise bei den Juus gemacht.

00:01:39: und wie das so ist, vierzehn Tage weg, schlafen lange ohne Ende aber super cool.

00:01:45: also entweder man wird dann infiziert oder macht es nie wieder, es war für mich ein sozusagen erstes.

00:01:50: So bin ich bei den Juhs geblieben und irgendwann bin ich sieben oder acht Wochen pro Sommer am Stück weg gewesen, eigentlich käme nach dem anderen meistens nahtlos ehrenamtlich im Verband eingestiegen, momentan im Vorstand und habe mich darüber sozusagen über das aktiv sein.

00:02:08: dann eigentlich erst mit dem Humanismus in diesem ganzen Überbau.

00:02:11: Und was man sich dabei denkt eigentlich erstmal aus den Anmeldes jetzt.

00:02:14: Die Juus ich weiß gar nicht, glaube unsere Zuhörerinnen wissen gar nicht was Juus ist.

00:02:19: Ja die begrüßen Sie ja auch immer, sie freuen sich mal Ju-Hu!

00:02:21: Nein, es sind die jungen Humanistinnen.

00:02:25: und am Ende ist der Jugendverband des humanistischen Verbandes Deutschlands.

00:02:29: Und ja, Jugendverbände sind selbstorganisiert.

00:02:32: Es sind junge Leute die sich selbst zusammentun und ihre eigenen Ideen umsetzen und sich auch ihre eigenen... Ja, eigentlich ein eigenes Verbandsleben aufkommen.

00:02:39: Also hast du dich quasi als Student unter des jungen Volk gemischt in Berlin?

00:02:44: Das waren deine ersten Schritte in den Verband und in den Humanismus.

00:02:49: Ich habe Kindheitswetterburg studiert damals, als ich noch bei Jugu war.

00:02:52: Dann war ich fertig irgendwann und hab dann einen Job gesucht und Heureka mit einem humanistischen Verband gelandet.

00:02:59: Die wollten gerne einen Kita-Leiter haben, gleich als einstieg.

00:03:03: Das war damals schon auch spannend in so einem Kinderladen.

00:03:05: Dann war ich im Friedenau.

00:03:06: Kita-leitern hat erheblich größeren Kita das insgesamt sieben Jahre gemacht und mit Freude und mit vielen Windeln wechseln und viel mit den Leuten und den Eltern arbeiten.

00:03:15: Und hatte dann irgendwann die Gefühl, ich müsste noch mal einen Schritt gehen in meinem Leben.

00:03:20: Und es waren doch nicht alles!

00:03:21: Jetzt irgendwie dreißig Jahre Kita- Leiter sein und immer die gleichen Themen backen... fühlte mich dann schon ziemlich zügig nicht mehr.

00:03:27: Und dann habe ich Sozialmanagement im Master studiert, also BWL.

00:03:30: das was ich vorher nie machen wollte, da hab' ich dann gemacht.

00:03:32: Ich fand das alles sehr spannend weil ich dann irgendwie so dieses ja wir müssen es nicht finanzierbar oder wir müssen das deswegen machen.

00:03:39: Das war dann irgendwie weg.

00:03:41: und dann war die Stelle der Abteilungsleitung für Jugendarbeit und humanistische Jugendarbeit frei im Landesverband.

00:03:48: Ich habe mich beworben und das ist ein ganz normales Bewerbungsgespräch.

00:03:53: Ich musste dann sagen, warum und wieso und was halb.

00:03:56: Also ähnlich wie hier?

00:03:58: Ja!

00:03:58: Warum eigentlich?

00:04:00: Warum der Humanismus?

00:04:01: Das ist eigentlich auch so eine gute Frage.

00:04:03: Und dann habe ich das gemacht und dann war ich im Jugendverband nicht mehr sondern war dann Abteilungsleiter Jugend und war sozusagen im Erwachsenenverband aber für den Jugendverwand zuständig.

00:04:13: Man kann den Humanismus zum Beruf

00:04:14: machen.

00:04:15: Ja man muss aber auch so ein Vereinsmensch sein.

00:04:16: also ich finde nicht dass jeder irgendwie jetzt ein Mitglied in einem Vorstand werden muss und dass er dann sagen muss, ich mache hier jetzt eine Karriere im Sozialwesen.

00:04:27: Werde dann übrigens nachdem ich Abteilungsleiter war bin ich jetzt Geschäftsführer unseres Regionalverbandes aus Brandenburg also sitze in grünlich-schusterhausen.

00:04:34: Ja kann man machen aber am Ende bei mir war das immer so bisschen wenn du im sozialwesen bist dann gibt es die Kirchen und die AHA hoch vielleicht noch und andere soziale Träger und da gibts eben auch unsere nummernistischen Verwandte Wenn man gedacht, ich könnte da natürlich auch überall arbeiten.

00:04:47: Natürlich ist eine Kita in der Abo auch eine gute Kita oder ein Krakitas-Kita.

00:04:52: aber ich musste mich im HVD ja nie verbiegen mit meiner Weltanschauung und dann dass das wieder der Bogen zu hin zu.

00:04:59: Ja, natürlich kannst du das dann machen!

00:05:01: Und das ist ja auch schön wenn man in einem Umfeld arbeitet indem man sich nicht verbiegen muss, indem er nicht sagen muss.

00:05:06: also eigentlich bin ich ja da mein und es Engel gar nicht gibt.

00:05:11: Mein Arbeitgeber verlangt von mir, dass ich sage Jesus und die Engel sind real

00:05:16: oder so.

00:05:18: Und das heißt ja nicht, was Menschen sich dann sozusagen als Weltanschauung und als religiöses Identität zulegen, dass man sagt okay das ist für mich... Ich negiere das aber ich muss es auch nicht aktiv vertreten.

00:05:30: Ja also

00:05:32: der Vorteil ist halt schon wenn man Das Leitbild, was man für die Organisation umsetzen muss wenn man sich damit natürlich auch eins zu eins identifizieren kann ist das natürlich bei weitem einfacher.

00:05:45: Und drumherz, jetzt haben wir ja schon Begrifflichkeiten in den Mund genommen wie es gibt da die Landesverband und jetzt bist du Geschäftsführer einer regionalen Körperschaft.

00:05:52: Also das müssen wir unsere Zuhörer nehmen, muss man das immer so ein bisschen aufdröseln.

00:05:56: also das heißt der Landesverwand Berlin Brandenburg Das war eine Zeit lang deinen Arbeitgeber als Du Abteilungsleiter warst und auch Kita-Leiter und Jetzt bist du für eine Regionalkörpershaft im Lande Brandenbuck tätig.

00:06:10: aber es gibt ja neben dem Landesverwand Berlin Brandensburg andere Landesverbände in Deutschland, also es gibt noch nach den Landesverbanden Niedersachsen etc.

00:06:20: und darüber steht ein Bundesverband.

00:06:23: kann man auch sagen das ist ein Dachverband von allem?

00:06:27: Ja genau!

00:06:28: Also die Landesverwänder und die Regionatverwender die es so gibt bundesweit zeichnen sich durch einen ganz aktiven Manismus aus, vor allem Feierkultur, Jugendfeiern und Seelsorge wenn man das so nennen kann oder humanistische Lebensbegleiter.

00:06:42: Aber der Bundesverband hat so eine übergeordnete Funktion.

00:06:46: Die haben jetzt keine eigenen Reden in, oder die machen auch keine eigenen Jugendfeiern.

00:06:50: Das wäre ja auch ein bisschen absurd.

00:06:51: aber sie sind dafür da das alles zu koordinieren, das Netzwerk zu pflegen und die Verbände in einem Netzwerk zusammenzuhalten gleichzeitig aber auch die Interessen auf Bundesebene zu vertreten.

00:07:04: also... Dann geht es eben nicht darum, mit dem... Ich rede jetzt wahrscheinlich eher mal im Landkreis oder mit irgendwelchen Kreisters abgeordneten.

00:07:10: Oder der Bürgermeisterin hier bei uns im Ort.

00:07:12: Sondern da geht's dann auch darum, wenn man über Militärseesor geredet.

00:07:18: Da redet man halt mit dem Verteidigungsministerium.

00:07:20: Oder wenn man möchte dass die Rechte von Konfessionsvereinen entsprechend in den Gesetzgebungsprozess berücksichtigt werden, dann brindt man sich ein.

00:07:28: Oder aber die Diskussion zum Paragraphen two-eightzehn zu neunzehn ist die Enkriminalisierung.

00:07:34: Das sind Thematiken.

00:07:36: Hier entwickeln wir im Bundesverband eigenständige Positionen, die dann hoffentlich im gesellschaftlichen Diskurs eingebracht werden und das gelingt uns manchmal ja ganz gut.

00:07:46: Da werden wir auch als kompetenter Gesprächspartner angefangen – manchmal eben noch nicht!

00:07:51: Das ist aber auch irgendwie die Natur der Sache.

00:07:52: Und es gibt so Themen, bei denen so Humanisten gut beackern können und dann gibt's so Themen wo man jetzt nicht unbedingt ein Humanismus denkt und das kann man ja sozusagen durchaus mit einer humanistischen Stimme versehen.

00:08:02: Aber auch Thema Schwangerschaftsabbruch... ...das ist etwas wenn man über Selbstbestimmung redet als Mensch.

00:08:10: was ganz Konkretes wo Frauen halt wie selbstbestimmt darf eine Frau sein?

00:08:14: wie?

00:08:14: da darf man eingreifen?

00:08:16: hat der Fötus eigene Rechte und wenn ja, ab wann und wie.

00:08:19: Und das sind wirklich richtig difficile ethische Fragen und da diskutieren wir in Bundesarbeitsgemeinschaften intensiv drüber und damit auch gestritten.

00:08:28: Da kommen erstaunlich gute Sachen raus die dann auch in entsprechende Papiere und gerade hat es hier diese Expertenkommission gegeben.

00:08:34: sie haben uns viele unserer Position übernommen.

00:08:38: ich glaube wir haben doch schon noch sehr gute Gedanken die wir einbringen.

00:08:42: Der Vorteil, wenn man mit jemandem ein Interview führt, wo man nur eine Frage stellen muss und die andere Person schon diverse andere Fragen, die man im Kopf hat so beantwortet.

00:08:51: Das ist dann auch immer ganz schön!

00:08:56: Ja, besser als dass man alles so ein bisschen aus dem Nase herausziehen muss.

00:09:01: Thomas du hast immer gesagt wir sitzen da zusammen und das heißt du hast ja schon eine Funktion im Bundesvorstand?

00:09:08: Ich habe noch einen Ehrenamt, ich bin Kassenwart des Bundesjugendverbandes BUYU.

00:09:17: Da hab' ich sozusagen ne Vorstandsrolle im Bundesjugendenverband Bundes erwachsenen Verwandtsvorstand.

00:09:26: Da bin ich entsandt und weil ich auch Zeit habe als Hauptamtler sozusagen, und ich ehrenamtlich alles machen muss... Und dort bringe ich sozusagen versuche die Themen der jungen Humanistinnen im Bundesverband einzubringen.

00:09:36: Natürlich gehen dann auch die anderen Themen mit einher und bringe mich ein und das ist eine schön richtig schön breit!

00:09:42: Also auch eine bunte Mischung aus diversen Bundesländern?

00:09:46: Ja

00:09:46: wohl als Personen und in Orten.

00:09:49: Und jeder bringt seine Fachexpertise mit.

00:09:53: Thomas, wenn du den Bundesverband siehst mit den vielen Landesverbänden und ja auch den Herausforderungen die hier dann auch jedes Bundesland da noch für sich mitbringt.

00:10:04: Was sind deiner Meinung nach die größten Herausforderung für den Verband bundesweit?

00:10:10: Ja also Jugendarbeit ist ja so ein bisschen mein Stickenpferd.

00:10:16: Ich mache das schon auch gerne, mir macht es extrem viel Spaß mit jungen Leuten zu sitzen.

00:10:20: Fühle mich meistens auch noch so, manchmal benehme ich mich auch noch, aber das kommt drauf an wenn der Kontext passt dann ist es in Ordnung.

00:10:29: Aber ich denke dass das entscheidende ist für unsere humanistischen Verbände, dass wir weiterhin den... also dass wir unsere Nachwuchsarbeit machen und attraktiv sind für Menschen die neu zu uns kommen Das müssen nicht vierzehnjährige sein oder so, aber grundsätzlich dass wir offen bleiben und uns nicht verschließen.

00:10:49: Und dass wir weiterhin mit unseren Themen in unserem Auftreten attraktiv bleiben.

00:10:54: das ist glaube ich die größte Herausforderung, die wir auch alle erkannt haben.

00:10:59: Aber die gesamten Sozial- und NGO Landschaft inklusive aller Verwände, Vereine haben Probleme Mitgliedschaft sozusagen dauerhaft zu aktivieren und zu erhalten, sowohl zahlenmäßig als auch was so Aktivitäten angeht.

00:11:15: Das kennen wir auch sogar in unserem großen Landesverband in Berlin mit vielen hundert Angestellten.

00:11:20: Trotzdem haben wir ein Thema wo wir sagen okay wie viele ehrenamtlich aktive oder wie viel aktive Mitglieder haben wir eigentlich die wirklich sich immer einbringen?

00:11:27: dann wird das deutlich kleiner und es haben alle Und hier sozusagen gute Ideen einzubringen neben Inhalten, das ist glaube ich aus meiner Sicht die aller-allergrößte Herausforderung und gleichzeitig aber auch etwas was wir ja durchaus auch können.

00:11:43: Aber jetzt denken wahrscheinlich unsere Zuhörer gut also nachvollziehbar wenn man so in die Bundesländer guckt wo ja doch Küchen noch sehr stark und intensiv besucht werden es dafür die humanistischen Verbände schwierig wird an Mitglieder zu kommen.

00:12:00: Aber wenn man jetzt doch noch so in den, in die neuen Bundesländer guckt woher doch sehr viele Menschen sich keiner Religion oder Konfession zugehörig fühlen würde man ja eigentlich denken der humanistische Verwandt er macht ja genau die Türen auch für die Menschen quasi bei uns vor Orten oder zu Hause fühlen.

00:12:22: Aber es scheint tatsächlich ein Problem zu sein, dass Menschen einen Vertrag unterschreiben.

00:12:30: Das ist auf jeden Fall.

00:12:31: wenn man meine Biografie anguckt dann war das ja auch.

00:12:33: ich bin über die Aktivität dahin gekommen ist auch wünsche hier.

00:12:36: ihr kann ich sein Hier kann ich als Mensch sein und am Ende vielleicht auch nochmal so zum Verständnis wir haben den säkularisierten Osten.

00:12:48: Da muss man unser Angebot als konfessionsfreier Verbandene Lebensvergleitung zu machen.

00:12:52: Die Menschen müssen ja überhaupt erst mal ein Bedürfnis spüren, das haben zu wollen und zu vermissen.

00:12:56: Und dann... also warum soll ich denn jetzt nicht bei meinem Schwervater in der Lausitz da macht im Zweifel auch die Feuerwehr eine Jugendweihe?

00:13:04: Als Verein.

00:13:05: Das sind die Leute engagiert und machen das.

00:13:07: aber warum sollten sie jetzt einen humanistischen Verwandten zwingt brauchen, die den auf sowas bauen?

00:13:12: Warum?

00:13:12: Das ist ja persönlich einfach so.

00:13:14: Jetzt könnte man sagen, naja weil wir das als Identität oder was es... Aber dass muss man sich arbeiten und das muss man aktiv betreiben Und die Menschen auch aktiv für sich begeistern.

00:13:23: Es ist kein Automatismus, dass die Menschen zu dir rennen Umgekehrt.

00:13:26: aber in Westdeutschland ist es so Das Jugendliche dort eigentlich soziales Leben außerhalb von Kirche fast nicht in einigen Regionen, aber in einige Regionen fast nicht mehr finden.

00:13:36: Da gibt es christliche Schützenvereine und die Feuerwehr geht zum Gottesdienst und der Sportverein in zwölf Jahren und so... Und wo gehst du denn hin?

00:13:43: Ich weiß das eines unserer Mitglieder, da ist schon etwas älter geworden, jetzt ist auch kein junger Humanist mehr!

00:13:50: Jüngerer vielleicht...?

00:13:52: Aber Richard ist aus Ingolstadt nach Nürnberg gefahren zu unserem Jugendverband dort.

00:13:57: Unser Mitgliedsverband, weil er sagt ich habe eine Stiefun.

00:14:01: Wo soll ich denn hier hin?

00:14:03: Und wenn man das sich sozusagen anschaut dann sind die Herausforderungen ähnlich.

00:14:07: Weil das eine ich suche und finde nicht und das andere sich vermisse nicht.

00:14:10: aber die Prinzipien dahinter sind gleich.

00:14:11: Ich muss mich aktiv darum kümmern Menschen für mich zu begeistern und in meinem Angebot auch so offen sein dass die Leute erreichen Die da drüben.

00:14:21: mit denen kann man sowieso nicht.

00:14:23: Und ich glaube auch, dass es irgendwie nicht darum geht, weil ich jetzt gerade sage, oh, soziales Leben außerhalb von Kirche ist das in Westdeutschland relevant aber eine Oppositions-Kirche sind wir und wollen ja gar nichts sein sondern am Ende sind wir was gleichberechtigt.

00:14:38: Wenn man das sozusagen auch klar findet dann muss man eben auch nicht mehr das Feindbild Kirche aufbauen wie doof die sind oder welche Staatsleistung die erhalten.

00:14:45: Da gibt es sicherlich Ungerechtigkeiten Aber am Ende muss man sich doch auf sich selbst in sein eigenes Märtesystem bemühen.

00:14:51: Was ist denn mein Angebot an diese Gesellschaft?

00:14:54: Und wenn man so ein Angebot gut formulieren kann, dann geht es auch und dann wird das leichter!

00:14:59: Ja... Wenn man das mal so betrachtet, auf jeden Fall ja.

00:15:07: Jetzt bringst du hier eine Menge Fachexpertise mit aus dem Kinder- und Jugendbereich.

00:15:13: Was denkst du?

00:15:13: welche Rolle sollte der Verband deiner Meinung nach in den Bereich Bildung und Erziehungen spielen?

00:15:19: wenn man das bundesweit betrachtet?

00:15:23: Ja, also ich bin ja eigentlich aussozialisiert.

00:15:28: Der Begriff Kindergärtner ist mir nicht fremd!

00:15:31: Ich fand den Begriff auch irgendwie immer nicht falsch weil ich in einem Garten viel schöner fand als einen eher ziehenden Menschen und ich war lieber Gärtner, wenn ich gleich keinen grünen Daumen habe aber... wenn ich jetzt sozusagen einmal so durch die ganzen Entwicklungen, ne?

00:15:49: Wenn du als kleines Kind groß wirst und du kannst hast als Elternteil die Wahl.

00:15:54: Und kannst dein Kind in eine Kita schicken, in der Humanistinnen sitzen und die Kinder in einer selbstbestimmten Haltung ein Leben beibringen oder das auch leben.

00:16:03: also wo der tote Hamster nicht damit beantwortet wird dass er ja im Himmel ist sondern dass man sagt Du ich weiß das gar nicht wo der tote Hamster jetzt ist.

00:16:12: Wo kann der denn sein und wo man vielleicht schaut, ob der in einem Grab liegt.

00:16:17: In einem Hamstergrab natürlich und ob er jetzt verrottet oder ob er weg ist oder ob bei den hamster himmel kommt oder in den menschenhimmel oder ob es überhaupt sowas gibt das sind ja tiefgreifende philosophische und wissenschaftliche fragen die kann man mit Kindern wunderbar arbeiten.

00:16:34: wenn man aber hier keine feste antwort vorliegt keine religiös vorgeprägte Wenn Feste sozusagen gleichberechtigt nebeneinander stehen, wenn man nicht Weihnachten feiert in der Klarheit dass es mit Jesus wirklich gegeben hat und das wirklich die Engel da waren.

00:16:48: Und also vielleicht war das so wir wissen das vielleicht gar nicht sehr genau ich vermute mal nicht.

00:16:53: aber wenn man diese Antworten sowieso auch nicht vorgibt und wenn Muslime und alle da sein können wenn der Mensch sozusagen im Zentrum

00:16:59: steht

00:16:59: wenn man Solidarität in der Kita liebt und wenn man sozusagen so rangeht dann hat das einen riesen Mehrwert in sich.

00:17:06: Das können andere auch, aber das

00:17:08: ist unsere Kernprofessionen

00:17:10: würde ich sagen.

00:17:11: Und so ist es aber auch wenn wir über Jugendhilfe reden, wenn man über Jugendverbandarbeit reden und über Hilfen zur Erziehung reden und in diesen Kontexten ja auch Zwangsthematiken im stationären Bereich sind wo Jugendliche vielleicht auch riechen ihren Willen erst mal irgendwo unterkommen oder von ihren Eltern hier trennt werden Auch da geht es ja darum, Partizipation und Selbstbestimmung leben zu können Kernt einer eigenen Haltung ist, dann würde ich das nie anderen Trägern auch absprechen.

00:17:36: Das können die ja auch haben.

00:17:37: Ich bin mir ziemlich sicher, dass es fast alle so hat.

00:17:40: Aber wenn du das einbringen kannst in deiner persönlichen Haltung ganz persönlich fachlich, dann hat das natürlich schon einen riesen Mehrwert.

00:17:48: und eine offene Jugendarbeit mit da... Haltung auf Augenhöhe

00:17:52: mit

00:17:52: Jugendverbänden, die sich selbst organisieren und die dann auch wichtig sind.

00:17:55: Und auch eine Jugendfeier, die wir ja organisieren unser weltanschauliches Kernfest.

00:17:59: Ja wenn du dort sozusagen ne jugendorientierte Jugendfeiere machst und nicht eine für Eltern, dann weißt du zwar dass Eltern das auch wichtig ist aber die Jugendlichen sind doch diejenigen wie dort ihr einziges Fest im Leben übrigens wo es nur um sie geht

00:18:11: Genau, wo sie im Mittelpunkt stehen.

00:18:13: Wo Sie ja in den Kreis der Erwachsenen aufgenommen werden und die Jugendlichen dann hoffentlich, je nachdem wann sie selber vielleicht Kinder an die Welt setzen oder auch nicht das weiß man ja alles nicht aber sich positiv daran zurück erinnern und sagen Das war wirklich wichtig und richtig Und ich möchte dass auch meine Kinder diese Tradition und da reden wir über Tradition, über Rituale mit erleben.

00:18:39: Ja aber nicht nur dass sie das sozusagen auch dieses Ritural miterleben sondern dass ihr diesen Moment von Individualität miterlebt wird.

00:18:46: es ist dein persönliches feste Sting die ja so im Prinzip in der Halle wahrscheinlich auch mit anderen Jugendlichen auf der Bühne.

00:18:52: trotzdem ist es genau nur dein eigenes Fest an diesem einen Tag in Gemeinschaft mit anderen Menschen

00:18:57: um das mal vielleicht zusammenzufassen, jedes Fest oder jede humanistische Lebensfeier, die zu uns dazu gehört von der Wiege bis zur Ware sagen wir mal.

00:19:07: Alles was vom Geburt bis Tod eben passieren kann sind wichtige und vor allem individuelle Feste für uns.

00:19:13: aber die Jugendfeier ist tatsächlich etwas in der Gemeinschaft und trotzdem hat jeder und jede Jugendliche auf der Bühne ihren eigenen Moment.

00:19:24: diese eine Person für einen kurzen oder längeren Moment im Mittelpunkt steht.

00:19:31: So ist das und das sogar europaweit, dass kein Fest das nur wir hier in Deutschland kennen?

00:19:36: Dieses Fest gibt es überall?

00:19:37: Das Fest oder das Ritual, dass junge Menschen als Erwachsen erklärt werden Wo jetzt alle Eltern, die jetzt grad zuhören, ein bisschen schmunzeln und sich denken, ja ja, innerhalb von sechzig Minuten oder von einem Tag.

00:19:51: Je nachdem, top sind sie erwachsen!

00:19:53: Und alles ist dann plötzlich anders.

00:19:55: Sie räumen die Zimmer selbstverständlich auf, räumen den Geschussspüler aus... Das ist es ja leider nicht, das muss man an der Stelle jetzt so sagen.

00:20:02: Aber es is in anderen Kulturen auch.

00:20:04: also Es gibt sehr viele Riten und Traditionen wo eben die junge Menschen im Kreis der Erwachsenen aufgenommen werden.

00:20:13: Bei uns eine Feierstunde als gründende Abschluss mit einem Vorbereitungsprogramm vorweg, wo ganz viele unterschiedliche Dinge angeboten werden.

00:20:23: Die auch mit Erwachsenwerden zu tun haben und ist es vielleicht das was wir den jungen Menschen heute ganz konkret anbieten können im Humanismus?

00:20:34: Ja vor allem geben wir ja keine konkrete Antwort.

00:20:38: Man könnte jetzt sagen Mensch herr Gott, dass ist ja wirklich leicht nicht zu tun aber es ist viel schwerer jemanden darin zu begleiten, eine Antwort zu finden.

00:20:45: Aber auch eine Berufsorientierung spielt eine Rolle da rüber zu sich Gedanken zu machen wie Krieg und Frieden ist so ein Krieg in der Ukraine kann ja gerecht sein.

00:20:53: Warum ist das alles wie es ist?

00:20:54: Und diese Fragen lassen sich vielfältig herunterbrechen.

00:20:59: Dann ist es doch so dass wir die Jugendlichen am Ende nur darin begleitet, eine Idee für ihr eigenes Leben zu entwickeln, die ihnen passt.

00:21:08: Das ist ein Riesenunterschied.

00:21:10: zu, wenn ich sagen würde mach es so und so.

00:21:12: Aber wer bin ich denn dass ich sozusagen solche Vorgaben geben kann?

00:21:15: Das kann jeder kann auch nur für sich selbst herausfinden was das ist.

00:21:18: Und ich finde deutlich in Ordnung zu sagen irgendwie zwei Kinder, ich heirate, ich baue mir ein Haus.

00:21:22: Es kann genauso in Ordnungen sein wie Ich werde glaube ich globetrotter werden mein Leben lang durch den Planeten reisen um den Planetten oder aber werde Straßenmusiker oder was auch immer.

00:21:32: Es ist eine Ordnung.

00:21:33: Das darf auch in Ordung sein muss in Ordnung sein und am Ende sozusagen da ein paar Einflüsse zu geben.

00:21:40: So, wir fahren mit dir jetzt auch noch mal einen Wochenende weg.

00:21:42: Wir machen auch Spielspaßhäude Und zeigen dir auch wie Gemeinschaft aussehen kann Wenn du sie nicht schon irgendwo gefunden hast oder wenn du sie hier finden willst.

00:21:50: All das gehört dir dazu Erwachsenen zu werden und auch zu wissen was man will und auch was man nicht will.

00:21:56: Das ist sozusagen Detail von diesem Vorbereitungsprogramm Von der grundlegenden Idee.

00:22:01: Also es ist so zwischen den Zeilen hört man ja immer sehr oft vor allem Selbstbestimmung heraus.

00:22:08: Also die Menschen, bei dir sind's ja nur immer sehr viele jungen Menschen das hat man glaube ich aus dem Gespräch auch herausgehört dass sie selbst bestimmt ihr Leben leben dürfen und sollen und dabei werden Sie quasi von dir von uns von euch begleitet

00:22:28: Ja, und also im Idealfall hast du ja so eine... Also kannst du es schaffen oder kannst du ein Leben führen in dem du ganz selbstbestimmte überlegst?

00:22:36: Ich will dort wohnen.

00:22:37: Ich habe mich für einen Lebensmodell entschieden, für einen Beruf oder auch für mehrere Berufe Und irgendwann finde ich einen Partner den vielleicht heiraten will und ich könnte jetzt auch gut verstehen wenn man sagt ich musste nicht aufs Amt fühlen aber ich brauche irgendeine Zeremonie dass man so ein Gefühl von Verbundenheit sowie mein Gefühl von Erwachsentheit haben wollte.

00:22:53: Und dann, wenn man in einer individuellen Zeremonie etwas findet, wo man sich selbst wiederfindet.

00:23:00: Dann ist es ja nur das Fortschreiben und das Begleiten dessen.

00:23:02: Das geht aber bis dahin, wenn wir irgendwann mal sterben oder wenn Angehörige sterben und man selbst ein Trauer ist, sich gegenseitig zu unterstützen.

00:23:10: Ich finde, in diesen existenziellen Situationen merkt man immer wie intensiv man das braucht.

00:23:14: Braucht halt die Gemeinschaft, die man auch im Humanismus

00:23:20: findet?

00:23:20: Richtig!

00:23:21: Dann auch, das ist entscheidend.

00:23:23: Es muss nicht nur wir können das bieten, es können viele andere auch aber wir könnten es eben auch.

00:23:29: Ja und am Ende ist es ja.

00:23:30: also ich sag mal man lebt ja nicht wirklich weiter Aber doch hat man ja irgendwas hinterlassen In der Menge sogar Erinnerungen Kinder die wiederum wie so ein Spiegel der Erinnerung sind.

00:23:40: Und dann bleibt bleibt man ja doch Haften in so einem Leben und dann bleibt auch über die Zeit hinaus.

00:23:47: Und das sind dann immer die Momente, wo man auf einer Familienverheer-Sitzung erzählt Mensch ist ja noch

00:23:51: damals oder so.

00:23:53: Oder ach ja da war doch... Dann auf einmal es ist wieder irgendwie die Ne?

00:23:58: Trotzdem weiß man das ist dann wahrscheinlich dass es auch gewesen also zumindest als bewusstes Leben und das ist schon auch was, was man aushalten muss.

00:24:06: Das ist nicht so einfach schwer super schwer.

00:24:09: Ja, man muss auch gucken was individuell zu hier passt.

00:24:11: Jeder geht ja anders mit gewissen Situationen

00:24:13: um... ...heirere.

00:24:15: Entschuldigung!

00:24:18: Aber auf das

00:24:19: wäre

00:24:21: ihr eine Möglichkeit genau.

00:24:22: Also

00:24:22: du merkst ich hab jetzt nicht so ne Wurzelrufe.

00:24:26: Du hast ja nur, wie gesagt... also jetzt schon wirklich viele Rollen eingenommen.

00:24:30: Also von Leitungsrollen in einer kleineren Fikita über Abteilungsleitung zu.

00:24:39: Jetzt bist du Geschäftsführer in einem, ich würde mal sagen im Vergleich zum Landesverband doch ein recht kleiner Regionalverband.

00:24:47: aber unterscheiden sich die Rollen am Ende?

00:24:49: In deiner Arbeit und deinem Tun?

00:24:52: oder

00:24:53: Na ja, die Rollen haben so Anteile.

00:24:55: Also du hast diesen Wetter-Chance-Anteil da bist du sehr in so einem philosophischen Thema drin und überlegst wo ist der große Sinn meiner Arbeit?

00:25:02: Und dann ist es aber auch ein klassisches Managerding.

00:25:04: also am Ende braucht immer eine Buchhaltung und das braucht immer jemanden der die Dinge organisiert und der das dann auch hinstellt und er die Verantwortung übernimmt.

00:25:11: und offensichtlich habe ich da auch so bisschen Freude dran meistens Und das ist sicherlich auch so ein Anteil, der aber ... Nee!

00:25:19: Aber es schon die Menschen zu helfen, einen Umfeld zu bauen in dem man sein kann.

00:25:26: Es ist eigentlich... Ja gut, der Pädagoe kommt da auch so durch.

00:25:31: Dieses Umfeldbauen und dann machen wir das so schön, dass die Menschen da sein können.

00:25:34: Dann haben sie eine Bildungsur.

00:25:36: Aber am Ende auch ein Ort an dem man seien kann.

00:25:37: Das finde ich ein ganz entscheidender Teil meiner Rolle.

00:25:41: Und das macht mir besonders viel Freude wenn ich es schaffe was zu kreieren, einen Raum zu krieren in dem Menschen gerne sind und hier so rein schneiden.

00:25:54: Und dann können die hier sein?

00:25:56: Dann kommen sie und entwickeln ihre Ideen und ich schiebe das dann nur ein bisschen weiter.

00:26:00: So fühle ich mich denn immer.

00:26:01: Das macht dann schon auch... ist das schon toll!

00:26:03: Wenn wir jetzt die unterschiedlichen Rollen in den unterschiedlichen Verbänden also egal ob jetzt regionalverband, landesverband oder bundesverwandt.. Was ist das, was überall irgendwie das Gleiche

00:26:13: ist?!

00:26:14: Was ist das, was überall?

00:26:19: Die gleiche Rolle oder der gleiche Ansatz oder das gleiche Thema ist.

00:26:23: Also am Ende... Kommen wir jetzt nicht mit der Antwort Humanismus.

00:26:26: Wissen wir jetzt wirklich...?

00:26:27: Doch

00:26:27: doch!

00:26:27: Wir begrüßen uns auch immer noch mal um so.

00:26:29: Hallo Herr Humanist und so.

00:26:30: Ah okay.

00:26:32: Hallo Freunde.

00:26:33: Also im Ende geht es immer darum etwas zu machen, zu bauen, zu kreieren, zu ermöglichen, zu regeln bei dem wir Mensch bleiben und menschlich mit unserem Umfeld umgehen.

00:26:47: Das ist immer wieder der gleiche Kerngedanke, wie können wir Menschen... also wir können Antworten geben die vielleicht fragen?

00:26:57: Wie können wir Angebote so gestalten dass sie für Menschen funktionieren und dass sie so funktionieren das sie den Menschen-Mensch sein bleiben lassen?

00:27:07: Das ist immer wieder der Kern dessen, worauf es zurückfällt.

00:27:11: Und Menschdesign heißt am Ende Menschenwürde sozusagen mit dem Punkt zu stehen oder da sozusagen Ableitung zutreffen auf verschiedenen Ebenen.

00:27:24: Das ist sozusagen sicherlich eine Thematik und sei es Militärseesorge, bei der Bundeswehr sind sehr existenzielle Fragen und wenn Soldaten auch die haben Lebenskrisen und die müssen begleitet werden.

00:27:33: das sind aber deutlich andere Fragen als wenn ich in Obdachlosenarbeit bin.

00:27:35: Und am Ende geht es doch darum dass Menschen würde die zentrale

00:27:38: Rolle spielen.

00:27:41: Es ist immer das gleiche Thema wie geht's dir als Mensch?

00:27:43: Wie kann ich dir helfen?

00:27:45: Ich habe nur noch eine Frage zum Abschluss.

00:27:48: Also ich nehme wirklich ganz viel mit, dass also Mensch, Humanismus, Gemeinschaft, Zusammenhalt Menschen würde füreinander da sein.

00:27:58: aber du jetzt ganz persönlich was wünschst du dir für deine Arbeit und vielleicht auch für dich

00:28:05: selbst

00:28:05: als Thomas Fieser?

00:28:08: Ach ja, das ist ... Jetzt kommen die existenziellen

00:28:10: Fragen.

00:28:11: Das war so viele einfache Fragen, wo du so viel reden

00:28:15: konntest?

00:28:16: Um sehr würdiges Berufsleben natürlich... Nein!

00:28:19: Es ist wirklich eine sehr schwierige Frage aber am Ende hatte ich also eigentlich habe ich bisher in meinem Berufsleben immer Dinge getan, indem ich einen Sinn gesehen habe und das wünsche ich mir für den nächsten Jahr wahrscheinlich bis Fünfund Siebzig oder so.

00:28:37: Also immer noch weiterhin.

00:28:38: Wenn ich es schaffe, irgendwann mal älter zu sein und zu sagen Ich hatte wirklich immer so einen Sinn in meinem Berufsleben Dann finde ich das schon schön.

00:28:47: Und wenn andere Menschen das in unserer Tätigkeit als zumindest auch sehen dann ist das schon auch wirklich schon sehr sehr schön.

00:28:56: und wenn ich mich jetzt sozusagen fragen dürfte, würde ich sagen Naja manchmal sind etwas mehr Ressourcen sicherlich sinnvoll Der Klassiker, das sagt jeder.

00:29:05: Ressourcen-Zeit?

00:29:06: Ja,

00:29:07: Zeitgeld ist es aber... Ich sag mal so, es liegt nicht auf der Straße rum.

00:29:12: Es wird auch... Also es ist immer irgendwo wenig.

00:29:15: Aber ich würde mir schon wünschen dass wir so Infrastruktur... Ich finde, ich erzähle uns eigentlich zu einer staatlichen Infrastruktur Dass der Staat weiterhin dafür sorgt und es intensiver tut als es bisher getan hat, dass Häuser in Ordnung sind Jugendreisen weiterhin machen können und nicht nur für Menschen, die viel Geld haben.

00:29:35: Dass wir Angebote für alte Jugendliche und Familien machen können, die nicht davon abhängig sind dass Menschen unglaublich viel Geld habe.

00:29:44: Wir wissen aus der Forschung ja auch das die Angebote insbesondere in der Kita oder auch im Bildungs- einrichtungen da wo wirklich wenig Geld und wo wenig Ressource da ist wenn wir dort hineingehen und wenn wir richtig gut unterstützen dann kommen da auch ganz tolle Menschen bei raus.

00:29:59: Das sind schon tolle Menschen, aber dann geht's denen auch besser und können die würdiger leben.

00:30:03: Und das ist so ein bisschen ... Wenn wir das einfach weitermachen und intensiver und mehr können... Ja, dann gibt es ja überhaupt nichts Wurde, wenn man sich noch beschweren sollte!

00:30:12: Wir wollen uns eigentlich nicht mehr beschwerden.

00:30:16: Also genau, wir müssen die Ressourcen aufstocken und das große Ziel ist, dass wir uns nicht mal beschwernen und alle ein tolles menschenwürdiges Leben.

00:30:24: leben können und dürfen.

00:30:26: Ja, ist

00:30:26: ein Utopies Kind nicht allem und jedem und ob jeder das so sieht ist wenn man denkt es wäre jetzt eines gewesen das weiß man auch noch nicht.

00:30:31: aber für mich wäre das so die das utopische Ziel warum sollte man das tun mit einem

00:30:37: gut geht?

00:30:38: Das ist ein wirklich schöner Abschlusssatz.

00:30:41: Thomas

00:30:41: ich bedanke mich ganz herzlich für dieses Gespräch und vielleicht hören wir uns zu einem anderen Thema irgendwann nochmal wieder.

00:30:48: Sehr gerne!

00:30:50: Damit sind wir am Ende unserer ersten Podcastfolge angekommen.

00:30:54: Ich bedanke mich bei Thomas Fese für das Gespräch und bei euch fürs Zuhören.

00:31:00: Unsere Welt human denken und gestalten, dass ist für unseren Verband mehr als ein Satz.

00:31:05: es ist eine Haltung und die vertreten wir jeden Tag aufs Neue.

00:31:10: ich freue mich wenn ihr dabei seid.

00:31:12: uns sage tschüss bis zum nächsten mal eure Carina Berg.

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